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Obstbaumschnitt
Haus und Garten - Tipps rund um die Pflege von Pflanzen

Obstbaumschnitt

Die alles entscheidende Frage beim Obstanbau ist die, nach dem fachgerechten Schnitt. Wichtig ist der Obstbaumschnitt sowohl für den Erwerbsanbau, als auch Hobby- und Kleingartenanbau.
Das Wachstum der Obstbäume verläuft nach biologischen Gesetzmäßigkeiten. Ein Schnitt sollte diesen niemals entgegenwirken.

Bei guter Pflege kann ein Obstbaum ein Ertrags- und Lebensalter von 50 bis 10
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100 Jahren erreichen. In den ersten Jahren ist nicht der Fruchtertrag wichtig, sondern der Aufbau eines Kronengerüsts.

Ein starker Schnitt führt im Folgejahr zu stärkerem Wachstum, aber weniger Blütenknospen und einem geringeren Ertrag. Allerdings sind  die Früchte größer. Ein schwacher Schnitt hingegen führt im darauf folgenden Jahr zu schwächerem Wachstum, aber zu mehr Blütenknospen und damit zu einem höheren Ertrag. Die Früchte sind aber hier kleiner.

Eine schlanke Baumspitze garantiert einen optimalen Lichtgenuss der Früchte. Man schneidet also eine Pyramidenform (Pyramidenkrone), bestehend aus der Stammverlängerung und drei bis vier gut verteilten Leitästen beziehungsweise Gerüstästen.

Leitäste und  die Stammverlängerung sollten jährlich um ein bis zwei Drittel zurück geschnitten werden. Dies dient der Förderung des Wachstums. Bei ausgebliebenem Neutrieb kann man sogar bis ins vorjährige Holz zurück schneiden.

Es gibt zwei gute Zeitpunkte, die Bäume zu verschneiden. Beim Winterschnitt werden die Bäume in der vegetationslosen Zeit zwischen November und März geschnitten. Dies fördert das Triebwachstum im folgenden Jahr. Der Sommerschnitt findet dagegen in der Vegetationsperiode statt. Er hat eine Triebberuhigende und Ertragsfördernde Wirkung.

Eine andere Methode, einen zu stark wachsenden Obstbaum einzudämmen, ist das wegschneiden von Wurzelteilen. Mit einem Spaten trennt man im zeitigen Frühjahr einen Teil der Wurzelspitzen ab. Der Baum treibt dann schwächer aus.

Wenn Obstbäume über einen längeren Zeitraum nicht beschnitten wurden, neigen sie häufig zur vorzeitiger Alterung des Holzes. Die Früchte werden immer kleiner. Gutes Obst gibt es nur noch in der Baumkrone.  Ein kräftiger Verjüngungsschnitt kann da Abhilfe schaffen. Größere Schnitteingriffe können auch auf zwei Jahre verteilt werden.

Generell sollten Schlitzäste entfernt werden. Dies sind sehr steil stehende Seitentriebe, die mit dem Stamm nur unzureichend verwachsen sind und später unter Belastung brechen können. Auch kranke und verwachsene Äste müssen entfernt werden. Damit nicht zu viele Schnittstellen entstehen, lieber eine ganze Astpartie entfernen, als viele kleine Äste. Große Schnittwunden kann man versiegeln. Damit beugt man Krankheiten vor.

Baumscheren in verschiedenen Größen eignen sich am besten zum verschneiden. Die Scherenblätter sollten aneinander vorbei gleiten.  Zum Schleifen sollten sich die Scheren auseinander nehmen lassen. Zum Säubern der Wundränder verwendet man Spezialmesser. Mit sauberen Werkzeugen kann man keine Krankheiten zwischen den Pflanzen verteilen.