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| Haus und Garten - Tipps rund um die Pflege von Pflanzen | |
RhododendronDer Rhododendron wird im Volksmund gern Alpenrose genannt. Tatsächlich werden aber nur die kleinwüchsigen Sorten so bezeichnet. Der Rhododendron stammt aus der Familie der Heidekrautgewächse. Es gibt etwa 1000 verschiedene Arten. In Europa sind leider nur acht Arten heimisch, meist in den Alpenwäldern.In der Regel sind Rhododendren immergrüne Sträucher. Sie ... e zeichnen sich durch besondere Blühfreude aus. Die Farbenvielfalt ist enorm. Die Blütezeit ist im April und Mai.Unsere einheimischen Rhododendren sind Flachwurzler und werden etwa 1.20 m hoch. Saure, lockere Böden sind ideal, kalkhaltiger Boden wird meist toleriert. Der pH-Wert sollte zwischen 4,5 und 6 liegen. Vorsicht ist geboten, denn viele Rhododendren sind giftig. Das Gift befindet sich in den Blättern, aber auch im Nektar und in den Pollen. Man sollte nicht unbedingt Honig aus den Pollen machen. Auch und gerade bei Tieren kommt es häufig zu Vergiftungen, meist durch den Verzehr der Blätter. Falscher Standort kann zu verschiedenen Erkrankungen der Rhododendren führen. Pilzbefall, braune Blätter, Vertrocknen der Knospen und Schädlingsbefall kommen dann häufig vor. Der Rüsselkäfer ist ein Schädling, der besonders gern die Sträucher befällt. Die Rhododendronzikade überträgt die Knospenfäule. Die Knospen gehen dadurch kaputt. Der richtige Standort ist für die Blüte des Rhododendron besonders wichtig. Sie mögen Halbschatten oder lichten Schatten. Bei zuwenig Licht fällt die Blüte spärlich aus, zuviel Sonne schadet aber auch, da vertrocknen die Blüten schnell. Ideal stehen Rhododendren in der Nähe von kleineren Bäumen und Sträuchern. Ideale Pflanzzeit ist von Anfang März bis Ende Mai oder von Mitte Oktober bis Ende November. Das Pflanzloch muss mindestens doppelt so tief sein, wie der Wurzelballen der Pflanze groß ist. Auf den Grund des ausgehobenen Loches kommt eine drei Zentimeter dicke Schicht aus Rindenmulch. Zum Aufschütten der Erde verwendet man Rhododendrenerde und Moorbeeterde im Verhältnis 1:1. Nach dem Pflanzen muss gut angegossen werden. Rhododendren lieben viel Feuchtigkeit. Auf Ballentrockenheit reagieren sie empfindlich, ebenso aber auf Staunässe. Während der Blütezeit sollte ausreichend gedüngt werden. Im Handel gibt es hierfür speziellen Rhododendrendünger. Die Pflanze muss regelmäßig beschnitten werden. Tote, dürre, beschädigte oder sich überkreuzende Triebe werden entfernt. Rhododendren vertragen auch einen starken Rückschnitt. Die beste Zeit die Büsche zu verschneiden ist das Frühjahr, kurz vor Austriebsbeginn. Vermehrt werden die Pflanzen durch Stecklinge und Veredlungen. Am Besten gelingt dies in einem Gewächshaus, wenn möglich mit Bodenheizung und Tageslicht-Lampen. Man schneidet dazu Stecklinge von ungefähr 10 cm Länge. Etwa vier bis 6 Blätter sollten an dem „Stiel“ sitzen. Mit einem scharfen Messer bis auf das Holz 2 cm anschneiden, damit können sich besser Wurzeln bilden. Bewurzlungspulver hilft ebenfalls. Gesteckt werden die Stecklinge in einer Kiste mit feuchtem Torfmull oder Weißtorf. Das Substrat muss 15 bis 20 cm dick und darf nicht zu nass sein. Deshalb kann man etwas Sand beimischen. Die Stecklinge etwa 4 cm tief stecken, mindestens 5 cm auseinander. Mit Sprühflasche befeuchten. Dann mit einer dünnen Plastikfolie verschließen. Man benötigt mindestens 16 Grad Celsius, aber maximal 20 Grad. Auf keinem Fall Sonnenlicht, dann wird es zu warm. Einmal wöchentlich Feuchtigkeit kontrollieren. Feucht, aber nicht nass halten!!! Beim Kauf sollte man auf gesunde Pflanzen achten. Gelbe, fleckige Blätter können erste Anzeichen für eine Erkrankung am Rhododendron sein. |
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