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Kohlrabi einfrieren
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Kohlrabi einfrieren

Wer einen eigenen Garten hat, der ist natürlich froh wenn das ausgesäte Gemüse reichlich wächst. Dies würde aber bedeuten, dass man in der Kohlrabisaison nun täglich dieses Gemüse essen muss, um es nicht verkommen zu lassen. Deshalb greifen viele auf das Einfrieren zurück und haben dadurch etwa zwölf Monate la
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g ihr Gemüse aus dem Garten zur Verfügung.

Blanchieren gegen Keimbelastung

Ob man den Kohlrabi nun roh oder blanchiert in die Gefriertruhe gibt, ist einerseits eine Frage des Geschmacks, andererseits aber auch eine Frage der Keimarmut, die einen nicht unwesentlichen Faktor der gesunden Küche ausmacht.

In jedem Fall ist das Gemüse vorher zu schälen und in zubereitungsfähige Stücke, egal ob Würfel oder Stifte, zu zerschneiden. Dies spart zum Einen Platz in der Gefriertruhe, zum Anderen lässt sich aufgetauter Kohlrabi nur schwer schneiden, da er weicher als frisches Gemüse ist.

Die Gefriervariante mit vorherigem Blanchieren erfordert nun, dass man den Kohlrabi für wenige Minuten, in der Regel zwischen zwei und fünf, in kochendes Wasser ohne Salz gibt. Anschließend den Kohlrabi heraus nehmen und in Eiswasser tauchen, um ihn dadurch möglichst schnell herunter zu kühlen.

Der Blanchiervorgang als solcher bewirkt, dass eine große Anzahl an Keinem, die eventuell gegen geringe Temperaturen resistent sind, abgetötet werden. Das Eiswasserbad hingegen wirkt sich nicht auf die Keimzahl, sondern auf die Konsistenz des Gemüses aus.

Langsames Abkühlen macht den Kohlrabi weich, das Gefrieren und Auftauen gibt sein Übriges, so dass man am Ende vielleicht sogar nur noch eine Pampe übrig hat. Der Eiswasserkühlvorgang hingegen sorgt dafür, dass der Kohlrabi relativ bissfest bleibt.

Möchte man den Kohlrabi roh einfrieren, so ist dies natürlich auch möglich. Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass die Keimbelastung bei dieser Variante höher ist und sich die verbliebenen Keime beim Auftauen rasant vermehren.

Für abwehrgeschwächte Personen, ältere oder kranke Menschen und Kinder ist deshalb der Verzehr von roh eingefrorenem Kohlrabi absolut ungeeignet. Einem gesunden Erwachsenen können die Keime allerdings nicht anhaben.

Ob roh oder blanchiert ist jedoch nicht ausschließlich eine Frage der Keimbelastung sondern auch des Geschmacks. Blanchierter Kohlrabi ist von vorne herein etwas weicher als sein roher Kollege und deshalb nach dem Auftauen am besten als Eintopfzugabe geeignet. Geschmacklich bemerkt man jedoch kaum einen Unterschied zu frischem Kohlrabi.

Roh eingefrorener Kohlrabi hingegen wird durch die Wasserausscheidung beim Auftauen zwar auch weich, bleibt allerdings bissfester als das Gemüse in blanchierter Form. Dafür muss man Abstriche im Geschmack machen, der nicht selten nach dem Auftauen wässrig anmutet.