Startseite arrow Haustiere arrow tiere arrow Feuerwanzen
Feuerwanzen
Haustiere Tipps für Ihre Tiere - Tiere in der Natur

Feuerwanze

Fast blitzartig verbreiten sie sich im Frühjahr, und nehmen die sonnigsten, trockenen Plätze in Besitz – besonders in der Nähe von Linden, Stockrosen und Malven sind sie häufig anzutreffen – und selbstverständlich in großer Zahl. Denn ihre Geselligkeit ist eines ihrer auffallendsten Merkmale, neben der rot leuchtenden Färbung, die nur vo
...
von den charakteristischen schwarzen Zeichnungen gebrochen wird.

Feuerwanzen sind weit verbreitet – sogar in Indien kann man sie noch finden. Doch trotz ihres fast Invasionsartigen Auftretens muss man keine schädlichen Auswirkungen für Mensch und Pflanze befürchten. Denn obwohl die Wanzen Pflanzensauger sind, ernähren sie sich vorwiegend von heruntergefallenen Samen, die sie mit ihren Rüsseln aussaugen. Außerdem stehen Insekten auf ihrem Speiseplan, weshalb von öffentlicher Stelle davon abgeraten wird, die putzigen Gesellen zu bekämpfen. Denn obwohl sie auch mal tatsächlich an den Pflanzen saugen, war bisher noch keinerlei Gefährdung für diese Festzustellen.

Gerade Kinder spielen gerne mit den Feuerwanzen, lassen sie sich beispielsweise als Mutprobe gleich scharenweise über die Hände laufen – übrigens ist bisher noch kein Fall bekannt geworden, bei dem die Feuerwanze sich aggressiv gegenüber Menschen gezeigt hätte, daher ist auch der Nahe Kontakt mit diesen Tieren völlig ungefährlich. Sollen sie übrigens einmal ein Feuerwanzenpärchen dabei beobachten, wie sie Hinter
...
eispielsweise als Mutprobe gleich scharenweise über die Hände laufen – übrigens ist bisher noch kein Fall bekannt geworden, bei dem die Feuerwanze sich aggressiv gegenüber Menschen gezeigt hätte, daher ist auch der Nahe Kontakt mit diesen Tieren völlig ungefährlich. Sollen sie übrigens einmal ein Feuerwanzenpärchen dabei beobachten, wie sie Hinterteil an Hinterteil fest verbunden hin und her laufen: Sie beobachten gerade die Feuerwanze beim Liebesspiel – dass gut und gerne mal bis zu 20 Stunden dauern kann!

Die Tatsache, dass die Feurwanze über Stinkdrüsen verfügt, bringt sie in die außergewöhnliche Position, keine Freßfeinde zu haben – da sie wohl allen potentiellen Jägern schlicht zu widerlich schmeckt... Doch haben die Feuerwanzen sich bereits in der Vergangenheit schon um die Menschheit verdient gemacht. So wurde an ihnen erstmals das X Chromosom entdeckt, im Jahre 1891 von H. v. Henking, was einen bedeutenden Schritt darstellte, um die Frage zu klären, wie sich Mann und Frau genetisch unterscheiden.

Doch die Feuerwanze steht auch noch heute im Fokus der Forschung: Da Insekten und Einzeller nicht wie wir über ein Abwehrsystem gegen Bakterien und Viren verfügen, welches aus eigenen Zellen besteht, diese Tiere jedoch selbstverständlich ebenfalls Opfer der kleinen Fiesen Erreger werden, hat sich bei ihnen eine andere Form der Immunabwehr herausgebildet. Dabei setzen die Tiere relativ kleine Moleküle ein, welche die Struktur der Bakterien zerstören – oder aber in diese eindringen, und sie offenbar an der Vermehrung hindern.

Das ist insofern interessant, als dass diese Moleküle auch zur Behandlung an Menschen oder Tieren eingesetzt werden können – so waren zumindest keine schädlichen Auswirkungen bei behandelten Mäusen erkennbar, während diese jedoch immun gegen diverse Krankheitserreger wurden. Da diese Moleküle jedoch sehr spezifisch nur einzelne Erreger angreifen, und bisher leider nur Formen gefunden wurden, welche die Bakterien angreifen, welche wir auch selbst gut im Griff haben, geht die fieberhafte Suche weiter. Denn diese Spezialisierung könnte bedeuten, dass auch Erreger, die uns wegen ihrer Mutationshäufigkeit große Probleme bereiten, vielleicht keine Immunitäten gegen diese Moleküle entwickeln können – was Hoffnung für den Kampf gegen viele Erreger bedeuten würde, deren Kampf längst verloren scheint.